Welten

Wankend stehe ich zwischen zwei Welten.
Kaum zieht es mich nach vorn,
greift die Schwerkraft nach mir,
reisst mich zurück.

Doch die Träne bleibt träge.

Entflieht meinem Auge.

Angewachsen zu einer Sturmflut der Trauer
spült sie das Leben auf der neuen Welt hinweg.

Millionenfacher Schmerzenschrei.

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Tanzen

Die Musik drängt. Ich möchte tanzen. Schlag auf Schlag durchfährt mich. Bewegung. Aber ohne mich. Ich nicke im Takt. Die Musik lässt mich kalt. Elektro. Kälte. Beat.

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Tränentropfen

Unsere Tränen laufen unaufhaltsam das Schlafzimmerfenster hinab.
Am Rahmen sammeln Sie sich, hunderte, und gründen einen See.

Meine Hand greift unbewusst zum Papiertuch.
Eine Bewegung - getrocknet.
Gefangen, die Tränen, gebannt in Zellstoff.

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Druuuugarm flach

…hab ich gefühlte 2000 Mal bei meinem Wildwasser-Kajakkurs in Slowenien von unserer Generalin Ana gehört. Leider hatte sie immer recht, weil mein Druckarm viel zu hoch war. Jetzt hab ich davon ein kleines Video zusammengeschnitten, dass man bei youtube anschauen kann:  http://www.youtube.com/watch?v=q69cEMiwIyE

Und ja, der am Ende reinfällt - das bin ich.

Die Musik hab ich mir bei My New Zoo geklaut. ich hoffe, die Jungs sind mir nicht böse…

 

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großes Glück und Riesenschock

1. gestern habe ich noch zwei Tickets fürs UEFA-Pokal-Spiel am Donnerstag bekommen. Gegengerade Mitte, Block 18.

2. ein unvorsichtiger Nutzer hat heute alle Daten auf meinem Webserver plattgemacht. bocksenstopp. de hat darunter nicht gelitten, viele andere Seiten sind einfach weg. Dank sei mysql und wordpress, dass ich wenigstens das hier retten konnte.

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Nochmal EcoTour…

ich bin ja so gespannt. Am Sonntag fährt Martin los. Hier noch mal der Link: www.im-strom-der-zeit.de

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Zeitfortschritt

Puh. Vor fast exakt einem Jahr bin ich nach München gefahren, um hier einen Probetag zu arbeiten. Keine drei Wochen später saß ich hier im Büro und war Volontär. Jetzt bin ich Junior Berater und die Zeit ist nur so weg geflogen. Einerseits. Andererseits kommt es mir so vor, als ob es schon ewig her ist, dass ich in meinem muffigen Dreckloch in Perlach das München-Abenteuer begonnen habe.

Heute bin ich 28 geworden. Auf jeden Fall ein gutes Alter, um endlich in einer anderen Stadt ein eigenständiges Leben zu führen. Es ist, glaube ich, erst der zweite Geburtstag in meinem Leben, den ich außerhalb Burgthanns verbringe. Es ist das erste Mal seit ich mich erinnern kann, dass ich keine Minute auf der Burgthanner Kirchweih war. Und das komische ist: ja, das beschäftigt mich ernsthaft. Tief gewachsene Wurzeln sind schwer auszugraben.

In vier Tagen kann ich meine alte Burgthanner Wohnung, die bocks, nicht mehr betreten. Dann wohnen da andere Menschen und die Wohnung ist vermietet. Auch ein komisches Gefühl. Als wir vor kurzem die Wohnung ausgeräumt haben, war das alles noch nicht so extrem hart. Aber jetzt fehlt mir meine Traumwohnung. Nie mehr betrunken aufs Dach klettern, um die Sterne zu bewundern. Schade!

Nebenbei: eigentlich ist es echt schön hier in München. Meine Arbeit macht Spaß, die Wohnung ist toll. Alles bestens. Aber dieser kleine Ort im schönen Mittelfranken - unweit der Grenze zur Oberpfalz - fehlt mir trotzdem. Bleibt halt doch meine Heimat.

Mal schauen, wie ich darüber in einem Jahr denke. Jetzt gehe ich erst mal ins Last Supper essen. Toller Laden. www.restaurant-lastsupper.de

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Im Strom der Zeit

Manchmal arbeite ich ja auch was. Also eigentlich meistens. Zuletzt sehr viel.
Das sieht man daran, dass ich lange nix hier rein geschrieben habe.

Der Grund: Die Sun EcoTour. Riesenorgaaufwand. Aber jetzt geht sie los. Gestern bin ich im EcoRider einmal um den Block gefahren, heute ist der Launch.

Deshalb unbedingt anschauen: www.im-strom-der-zeit.de

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Sonnenstrahlen

Komprimiert - gezippt würde man im IT-Neudeutsch wohl sagen - fliegt das Land vorbei. Doch vielleicht ist das die falsche Metapher. Beschleunigt. Als ob jemand dieser riesigen Kugel einen Stoß gegeben hätte, gleitet die Welt unter mir hindurch.

Nur Happen werden gereicht. Ein Baumwipfel, goldgelb leuchtend vom Abschiedskuss des schwindenden Abendlichtes. Eine ärmlich wirkende Fichte, kaum als Baum zu bezeichnen. Ein Stamm, an dem einige wenige, besonders stolze Ästlein grün die letzte Stellung halten. Vor dem blau-weiß des bayerischen Himmels wirkt das einsame Gewächs schüchtern. Verloren vor dem Horizont.

Und noch einmal gewinnt die Sonne den Kampf gegen die Wand aus Wolken. Blitzend grüßen die Masten der Oberleitung zurück. Sie strecken sich den Strahlen entgegen. Recken und räkeln sich im sanften Frühlingslicht. Und zucken zurück, als eine herzlose Wolke die Freude beendet.

Nun kämpft die Lichtkugel wieder. Schüttelt ihren Widersacher ab und lächelt. Lässt die Straße ohne schlechtes Gewissen im Schatten liegen, nimmt sich der Dächer und Hügel an. Wie imaginäre Sonnenanbeter erfreuen sich die Ziegel an dieser Güte und teilen ihr Glück freimütig mit Feldern und Bäumen. Selbst die Funkmasten dürfen den Anflug von Frühling am eigenen Leibe spüren.

Und die Wolken? Lassen Gnade vor Recht ergehen und ziehen sich in Fetzen zurück. In saftigem Blassblau, das nur der Frühling erwecken kann und das nur im Kontrast zum freundlichen Watte-Weiß seine Wirkung entfaltet, schreit der Himmel sein Glück herab.

Schwarze, mistelbehangene Gerippe setzen sich pittoresk vor diese einmalige Bühne, als wollten sie mahnen, dass der Kampf noch nicht vorbei ist. Doch diese Schlacht hat der Frühling für sich entschieden.

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En el Muelle de San Blas

Ist so ein schöner Songtext, dass ich ihn endlich mal posten muss. En el Muelle de San Blas von Manà
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Es war ein ganz normaler Abschied.
Er ging an Bord, draußen an der Mole San Blas
und sagte, dass er wiederkommen würde.
Sie weinte dabei.
Und sagte, dass sie auf ihn warten würde.
Und sie wartete. Monatelang. 1000 Monate lang.
Abend für Abend stand sie draußen an der Mole,
und diese Abende setzten sich in ihrem Haar fest,
zeichneten sich um ihre Lippen ab.

Sie hatte immer das gleiche Kleid an,
damit er sie auch sicher wiedererkennen würde, wenn er zurückkäme.
Stand da. Bewegnungslos. Festgewachsen.
Die Krebse krochen auf ihr rum,
fraßen ihr das Kleid vom Leib,
die Illusion aus dem Kopf,
die Trauer aus der Seele.
Ihre Augen füllten sich mit all den Sonnenaufgängen,
ihr Körper schlug Wurzeln, und ihre Liebe nahm das Meer für sich.

Ihre Haare waren schlohweiß geworden,
über all die Schiffe, die kamen, und auf denen er niemals war.
Die Leute im Dorf sagten, dass sie verrückt geworden sei.
Eines Abends, es muss im April gewesen sein,
da versuchte man, sie in ein Kloster zu bringen.
Aber keiner konnte sie von der Stelle bewegen.
Sie war am Meer festgewachsen. Sie blieb.
Allein mit der Sonne, allein mit dem Meer.
Blieb bis zum Ende draußen an der Mole San Blas.
Allein.

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