Winterreise 2011/2012

Küstenstimmung an der Albanischen Riviera

Küstenstimmung an der Albanischen Riviera

So, zurück vom Roadtrip. Hier schon mal die Stationen dieses Jahres:

28.12.: Stopp in Ljubljana; Nacht in Ajdovscina (Slowenien)

29.12.: Nationalpark Plitvicka jezera; Übernachtung in Zadar (Kroatien)

30.12.: Krka Nationalpark; Übernachtung in Dubrovnik (Kroatien)

31.12.: Besichtigung Dubrovnik; Übernachtung und Silvester Kotor (Montenegro)

01.01.: Übernachtung in Shengjin (Albanien)

02.01. und 03.01. : Himare (Albanien)

04.01. und 05.01: Sarande (Albanien)

06.01.: Podgorica (Montenegro)

07.01.: zurück in München

Mehr in den nächsten Tagen/Wochen.

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Zentralasien: Eine Region rottet vor sich hin


Zentralasien ist wunderschön. Wer einmal dort war, schwärmt von den Bergen, der unberührten Natur, den archaischen Landchaften, den schönen Seen. Doch leider ist die Gruppe derjenigen, die schon mal da waren, eher klein. Das hat seine Gründe: Kirgistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan sind arme Länder, fast ohne touristische Infrastruktur und mit zweifelhaften politischen Strukturen. Lediglich Kasachstan sticht dank seines enormen Reichtums an Bodenschätzen aus dieser Reihe heraus. Doch um Kasachstan soll es hier heute nicht gehen.

Die International Crisis Group mit Sitz in Brüssel hat heute ihren Asia Report No. 201 vorgestellt. Thema: Die Infrastruktur in Zentralasien, das schließt Bildung, Ausbildung und Arbeitskräfte ein. Und das Ergebnis ist niederschmetternd. Straßen verrotten, die Stromversorgung steht kurz vor dem Zusammenbruch, Fachkräfte fehlen in allen Bereichen. Besonders schlimm steht es um Kirgistan und Tadschikistan:

Die Spezialisten vor Ort sagen, dass es schon in wenigen Jahren an Lehrern fehlen wird, die die Kinder unterrichten und es nicht mehr genug Ärzte geben wird, um die Kranken zu heilen. Stromausfälle in Tadschikistan – auf dem Land häufig zwölf Stunden am Tag oder länger – sind längst Alltag. Auch in Kirgistan sind Unterbrechungen der Stromversorgung mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr. In beiden Ländern befürchten die Experten einen katastrophalen Systemkollaps, vor allem im Energiesektor.

Die Gründe kommen einem unheimlich bekannt vor: persönliche Bereicherung der Machtelite, massive Korruption, ineffiziente, ungerechte politische Systeme sowie fehlende finanzielle Ausstattung. Das ist nicht zuletzt auch eine Folge eines weitgehenden Desinteresses der internationalen Gemeinschaft an der Region. Zwar kämpften USA und Russland um Einfluss in Kirgistan, das Interesse- gerade der USA -  beschränkte sich jedoch weitgehend auf einen militärischen Flughafen nahe der Hauptstadt Bishkek, den die US-Administration als Basis für die Versorgung der Truppen in Afghanistan benötigte.

Bleibt dieses Desinteresse der internationalen Gemeinschaft bestehen, ist das Schlimmste zu befürchten. Kirgistan kam seit der Tulpenrevolution politisch nicht mehr zur Ruhe. Unrühmlicher Höhepunkt waren im vergangenen Jahr die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Usbeken und Kirgisen im Süden des Landes, bei denen systematisch die usbekische Minderheit vertrieben wurde.

“Ohne organisierten Wandel von oben wächst die Gefahr chaotischen Wandels von unten”, sagt daher auch Robert Templer, Asienprogramm-Direktor der Crisis Group . “Versagende Infrastruktur könnte Staatsversagen nach sich ziehen. Das würde enorme Unsicherheit in eine der fragilsten Regionen der Welt bringen.”

Und so fordert die Crisis Group eine veränderte Herangehensweise an die Unterstützung für diese Länder. Die Koordination der Mittelverteilung müsse verbessert und die Zuteilung der Mittel stärker an qualitative Kriterien gebunden werden. Außerdem sei es wichtig, die Öffentlichkeit in den Geberländern besser über die Probleme in Zentralasien aufzuklären. Die USA, die EU, Russland und China müssten verstehen, dass die Tolerierung des aktuellen Status Quo genau die Probleme hervorbringen wird, vor denen sie sich am meisten fürchten: weitere Verarmung und Instabilität, Radikalisierung und Staatsversagen. Bislang gebe es aber keine Zeichen, dass dies im Bewusstsein der Geberländer angekommen sei.

Wohin es führt, wenn man ungerechte Staatssysteme zu lange toleriert und fördert, sieht die internationale Gemeinschaft allerdings gerade im Nahen Osten. Dass sie daraus lernt, ist allerdings nicht zu erwarten.

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Danke, Vodafone!

Vodafone und Ägypten

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Il cimitero dei senza nome (Oscar bestsellers Vol. 909)
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Die geschürte Angst vor der Muslimbruderschaft

Es gibt ja so Medien, die ich nicht so gerne lese. ‘Die Welt’ gehört dazu. Nun ist das sicherlich für ein SPD-Mitglied nicht überraschend, aber ich muss es wieder einmal sagen.

Ich informiere mich gerade selbstverständlich laufend über die Lage in Ägypten. Und dabei fällt mir auf, dass von einigen Medien ganz gezielt ein Schreckgespenst aufgebaut wird: die Muslimbruderschaft. Klingt ja auch erstmal ziemlich erschreckend: Muslime! Bruderschaft! Reicht sicherlich für viele schon, um davor Angst zu haben. Und wenn dann auch noch Israel und die USA vor denen warnen!

Zurück zur Welt. Da ist mir ein ganz besonders spannendes Exemplar dieser Art aufgefallen. Ein Artikel auf Welt online (ob er auch im Print war, weiß ich nicht, ich lese die Welt ja nicht – und wir haben sie auch hier in der Agentur nicht). Der Titel gibt schon die Richtung vor: Ägypten: Die gefährliche Ideologie der Muslimbrüder

La leggenda di Gösta Berling
. Einen ausgeglichenen Artikel erwartet man da nicht.

Nun dachte ich zurück an mein Politikstudium, in dem ich mich auch mit dem Modernen Vorderen Orient beschäftigt habe. Und da schoss mir irgendwie beim Zusammenhang “Muslimbruderschaft” und “Ägypten” nicht direkt Beängstigendes durch den Kopf. Nur ein Gefühl, mein Wissen hat ordentlich gelitten in den vergangenen Jahren. Aber kurz recherchiert und schon war klar, dass mich mein Gefühl nicht betrogen hat – zumindest, wenn man Fachleuten glauben soll. Und gerade ersterem glaube ich gern, er hat mit mir studiert und ich habe ihn immer für seinen Eifer und sein Wissen bewundert (ich war kein allzu eifriger Politikwissenschaftler).

So sagt also Thomas Demmelhuber von der Uni Erlangen über die Muslimbrüder

La storia dei colori: Il significato e l'uso dei colori dall'antica Grecia a oggi: 1 (Focus su...)
:

Sie saßen ja lange im Parlament – bis im Dezember die Parlamentswahlen massiv gefälscht wurden. Der politische Islam in Ägypten ist mehrheitlich demokratisch. Die Muslimbrüder haben die Spielregeln der politischen Partizipation anerkannt; wenn sie mitregieren würden, wären sie genau wie jede andere Regierung in nationale und internationale Zwänge eingebunden. Ein Blick auf ihre wirtschaftspolitische Agenda genügt, um festzustellen, dass die Unterschiede zu Mubaraks Wirtschaftspolitik marginal sind. Die Muslimbrüder sind in der Mitte der Gesellschaft und in der Realpolitik angekommen.

Und Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin ergänzt:

Bei Wahlen darf sie zwar nicht als Partei antreten, durch formal unabhängige Bewerber bildete sie aber – zumindest bis zu den manipulierten Wahlen 2010 – die größte Oppositionsgruppe im Parlament. Schon vor Jahrzehnten haben die Muslimbrüder der Gewalt abgeschworen, sich im System engagiert und die wenigen Möglichkeiten politischer Teilhabe genutzt, die das Regime ihnen bot. Seit Mitte der 1980er Jahre nehmen sie an Wahlen teil, seit Mitte der 1990er Jahre bekennen sie sich zu Parteienpluralismus, Meinungsfreiheit und dem Prinzip der demokratischen Machtzirkulation.

Das hätte alles auch Welt-Redakteur Günter Lachmann in Erfahrung bringen können – wenn er nur gewollt hätte. Aber lieber verbreitet er Propaganda. Wie auch in seinen einschlägigen Büchern. Statt dessen also:

Wenn also demnächst in Ägypten eine neue Regierung gebildet wird, dann muss das Land darüber entscheiden, ob eine religiös-ideologische Organisation wie die Muslimbruderschaft Teil einer zukünftigen Staatslösung sein kann oder nicht.

Und in diese Kerbe schlägt der ganze Artikel. Und darüber musste ich mich gerade aufregen. Aber was soll man bei Herrn Lachmann schon erwarten, über dessen letztes Buch der Deutschlandfunk schreibt:

Mit einer atemberaubenden Mischung aus Ahnungslosigkeit und ideologischem Eifer toupiert Günther Lachmann ein paar ganz normale Konflikte und Probleme zur Untergangsvision hoch. Dieses Buch belegt vor allem die bedenkliche Geistesverfassung der bürgerlichen Mitte in Europa, die soweit entfernt vom rechten Rand nicht ist, von dem sie sich so gerne distanziert.

Da ging es zwar um Muslime in Deutschland, aber die Richtung ist wohl die gleiche. Bedenklich, wenn solche Menschen die Meinungsbildung über eine der auflagenstärksten deutschen tageszeitungen beeinflussen. Und kein Wunder, wenn dann nur Vorurteile draußen ankommen.

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Welten

Wankend stehe ich zwischen zwei Welten.
Kaum zieht es mich nach vorn,
greift die Schwerkraft nach mir,
reisst mich zurück.

Doch die Träne bleibt träge.

Entflieht meinem Auge.

Angewachsen zu einer Sturmflut der Trauer
spült sie das Leben auf der neuen Welt hinweg.

Millionenfacher Schmerzenschrei.

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PROGETTO DI UN IMPIANTO FOTOVOLTAICO DA 3kWp "GRID CONNECTED"
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Tanzen

Die Musik drängt. Ich möchte tanzen. Schlag auf Schlag durchfährt mich. Bewegung. Aber ohne mich. Ich nicke im Takt. Die Musik lässt mich kalt. Elektro. Kälte. Beat.

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Tränentropfen

Unsere Tränen laufen unaufhaltsam das Schlafzimmerfenster hinab.
Am Rahmen sammeln Sie sich, hunderte, und gründen einen See.

Meine Hand greift unbewusst zum Papiertuch.
Eine Bewegung – getrocknet.
Gefangen, die Tränen, gebannt in Zellstoff.

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Ariosto e il Rinascimento

Salve Regina

Druuuugarm flach

…hab ich gefühlte 2000 Mal bei meinem Wildwasser-Kajakkurs in Slowenien von unserer Generalin Ana gehört. Leider hatte sie immer recht, weil mein Druckarm viel zu hoch war. Jetzt hab ich davon ein kleines Video zusammengeschnitten, dass man beiyoutube anschauen kann:http://www.youtube.com/watch?v=q69cEMiwIyE

Und ja, der am Ende reinfällt – das bin ich.

Die Musik hab ich mir bei My New Zoo geklaut. ich hoffe, die Jungs sind mir nicht böse…

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großes Glück und Riesenschock

1. gestern habe ich noch zwei Tickets fürs UEFA-Pokal-Spiel am Donnerstag bekommen. Gegengerade Mitte, Block 18.

2. ein unvorsichtiger Nutzer hat heute alle Daten auf meinem Webserver plattgemacht. bocksenstopp. de hat darunter nicht gelitten, viele andere Seiten sind einfach weg. Dank sei mysql und wordpress, dass ich wenigstens das hier retten konnte.

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Nochmal EcoTour…

ich bin ja so gespannt. Am Sonntag fährt Martin los. Hier noch mal der Link: www.im-strom-der-zeit.de

Immagine. Note di storia del cinema: 5

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